Weltdiabetestag 2015: Einlagen helfen bei Diabetes-Fußsyndrom

eurocom e.V. informiert über Behandlungsmöglichkeiten und Patientennutzen

Über sieben Millionen Menschen in Deutschland leiden an einem Diabetes mellitus, Tendenz steigend. Über das Krankheitsbild, seine Ursachen, mögliche Folgeerkrankungen und Therapien klärt der Weltdiabetestag auf. Anlässlich des diesjährigen Weltdiabetestages, der am 14. November begangen wird, weist der Industrieverband eurocom auf eine der schwerwiegendsten Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus, das so genannte Diabetes-Fußsyndrom, und seine Behandlung mit medizinischen Hilfsmitteln hin.

Fußkomplikationen als Folge von Diabetes mellitus

Mit einem Diabetes mellitus gehen häufig schwerwiegende Begleit- und Folgeerkrankungen einher. Eine davon ist das Diabetes-Fußsyndrom, dessen Hauptsymptom schlecht heilende Wunden am Fuß oder Unterschenkel sind. Verursacht werden diese Fußkomplikationen durch zwei Begleiterkrankungen eines langjährigen Diabetes mellitus: die Polyneuropathie, bei der es zu einer Schädigung der Nerven und einer damit einhergehenden teilweisen oder vollständigen Gefühllosigkeit kommt, und die periphere arterielle Verschlusskrankheit, die zu Durchblutungsstörungen führt. In rund 30.000 Fällen pro Jahr kommt es in Folge eines Diabetes-Fußsyndroms zu einer Amputation der betroffenen Gliedmaße.

Druckentlastung mit orthopädischen Schuhen, Einlagen und Entlastungsorthesen

Im Zentrum der Behandlung eines Diabetes-Fußsyndroms steht die Druckentlastung des betroffenen Fußes. Das ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass die entstandenen Wunden ungestört heilen können. Erreicht wird das mit speziellen, individuell angepassten Schuhen und einer geeigneten Fußbettung mit einer Weichbettungseinlage. Diese Einlagen haben die Funktion, den Fuß zu betten, ihn durch Druckumverteilung zu entlasten und durch stoßdämpfende Eigenschaften zu schonen. Eine weitere Möglichkeit, die Fußsohle während der Wundheilungsphase zu entlasten, sind spezielle Entlastungsorthesen. Diese als Total Contact Cast bekannten Orthesen sorgen dafür, dass die Wunde am Fuß während des Gehens und Stehens annähernd frei von Druck bleibt, in dem das Gewicht des Patienten auf andere Bereiche des Fußes umverteilt wird.

Regelmäßige Kontrolle und Pflege können Fußkomplikationen verhindern

Damit es erst gar nicht zu einem Diabetes-Fußsyndrom kommt, empfiehlt eurocom den betroffenen Patienten, selber aktiv zu werden. „ Eine tägliche Kontrolle der Füße auf kleinste Verletzungen und Druckstellen sowie eine sorgfältige Pflege können das Auftreten eines Diabetes-Fußsyndroms abwenden“, rät Dr. Ernst Pohlen, Geschäftsführer der eurocom. „Sinnvoll ist außerdem, auf geeignetes Schuhwerk zu achten und bereits vorbeugend Einlagen zu verwenden, um Druckstellen schon im Ansatz zu verhindern.“

Patienten bescheinigen Hilfsmitteln hohen Nutzen

Dass die Patienten ihren Einlagen eine große Wirksamkeit und einen hohen Nutzen bescheinigen, zeigt eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der eurocom. 78 Prozent der Nutzer von Einlagen erklären, dass sie dank ihrer Hilfsmittel weniger Schmerzen und Symptome haben, 93 Prozent sind zufrieden bis sehr zufrieden mit ihren Einlagen und tragen sie regelmäßig und 80 Prozent bekunden einen Gewinn an Lebensqualität.

Weiterführende Literatur, beispielsweise ein Informationshandbuch zum Diabetes-Fußsyndrom sowie die Ergebnisse der Patientenumfrage, sind bei der eurocom unter www.eurocom-info.de erhältlich.

 

Über eurocom

eurocom ist die Herstellervereinigung für Kompressionstherapie und orthopädische Hilfsmittel. Der Verband versteht sich als Gestalter und Dialogpartner auf dem Gesundheitsmarkt und setzt sich dafür ein, das Wissen um den medizinischen Nutzen, die Wirksamkeit und die Kosteneffizienz von Kompressionstherapie und orthopädischen Hilfsmitteln zu verbreiten. Zudem entwickelt eurocom Konzepte, wie sich die Hilfsmittelversorgung aktuell und in Zukunft sicherstellen lässt. Dem Verband gehören nahezu alle im deutschen Markt operierenden europäischen Unternehmen aus den Bereichen Kompressionstherapie und orthopädische Hilfsmittel an.

 

Pressekontakt

Swea Menser, eurocom – european manufacturers federation for compression therapy and orthopaedic devices, Postfach 10 05 08, D – 52305 Düren, Fon: +49 (0) 24 21/95 26 52, Fax: +49 (0) 24 21/95 26 64, Mail: swea.menser@eurocom-info.de, www.eurocom-info.de

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