Warum Ärzte mehr Kompressionsstrümpfe der Klasse I verordnen sollten

eurocom veröffentlicht Informationskarte

Medizinische Kompressionsstrümpfe, die als Basisbehandlung bei allen Erkrankungen des Venen- und Lymphgefäßsystems gelten, gibt es in vier Kompressionsklasse. Alle Kompressionsklassen sind zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung verordnungsfähig. Dennoch spielen Kompressionsstrümpfe der leichten Kompressionsklasse I im Verordnungsverhalten der Ärzte bislang in Deutschland nur eine untergeordnete Rolle. Dabei gibt es viele Gründe, die für eine Verordnung dieser Kompressionsstrümpfe sprechen. Die wesentlichen hat der Industrieverband eurocom nun in einer Informationskarte für Ärzte aufgelistet.

„Insbesondere für ältere und übergewichtige Patienten oder aber als Einstieg in die Kompressionstherapie sind medizinische Kompressionsstrümpfe der Kompressionsklasse I besonders gut geeignet. Sie sind etwas leichter anzuziehen, die Akzeptanz der Patienten ist höher“, betont Dr. Ernst Pohlen, Geschäftsführer der eurocom. „Dabei sind sie genauso gut wirksam wie Kompressionsstrümpfe der höheren Kompressionsklassen.“ Dass viele Ärzte dennoch bei der Verordnung zurückhaltend sind, führt Dr. Pohlen darauf zurück, dass die Kompressionsklasse I bis 2006 nur für bestimmte Indikationen verordnet werden konnte. Die mittlerweile seit zehn Jahren geltende uneingeschränkte Verordnungsfähigkeit habe sich noch nicht überall herumgesprochen. Auch gäbe es Vorbehalte hinsichtlich der medizinischen Wirksamkeit, die von einer Vielzahl von Studien jedoch mittlerweile widerlegt würden.

Damit in Zukunft mehr Patienten von den Vorteilen leichterer Kompressionsstrümpfe profitieren können, hat die eurocom eine Informationskampagne rund um die Kompressionsklasse I gestartet. Die Informationskarte „Sieben Fakten zur Kompressionsklasse I“, die ab sofort kostenfrei über die Internetseite www.eurocom-info.de bestellt werden kann, ist dabei ein Baustein. Eine umfangreiche Literaturübersicht zur „Wirksamkeit der Kompressionsklasse I in der Phlebologie“, die unter http://eurocom-info.de/kompressionstherapie/downloads/ heruntergeladen werden kann, ein weiterer.

Außerdem hat die eurocom ihr Informationshandbuch „Venenerkrankungen und ihre Therapie“ grundständig überarbeitet. Auch dieses kann ab sofort kostenfrei über die Internetseite bestellt oder als PDF-Datei heruntergeladen werden.

 

eurocom

eurocom ist die Herstellervereinigung für Kompressionstherapie und orthopädische Hilfsmittel. Der Verband versteht sich als Gestalter und Dialogpartner auf dem Gesundheitsmarkt und setzt sich dafür ein, das Wissen um den medizinischen Nutzen, die Wirksamkeit und die Kosteneffizienz von Kompressionstherapie und orthopädischen Hilfsmitteln zu verbreiten. Zudem entwickelt eurocom Konzepte, wie sich die Hilfsmittelversorgung aktuell und in Zukunft sicherstellen lässt. Dem Verband gehören nahezu alle im deutschen Markt operierenden europäischen Unternehmen aus den Bereichen Kompressionstherapie und orthopädische Hilfsmittel an.

 

Pressekontakt

Swea Menser, eurocom – european manufacturers federation for compression therapy and orthopaedic devices, Postfach 10 05 08, D – 52305 Düren, Fon: +49 (0) 24 21/95 26 52, Fax: +49 (0) 24 21/95 26 64, Mail: swea.menser@eurocom-info.de, www.eurocom-info.de

Das Word-Dokument der Pressemitteilung können Sie hier herunterladen: PM_Infokarte_Kompressionsklasse1